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am 11. Oktober

Fahrgenuss mit dem Stadtbus

Sandra Mayer - Neue Taktungen und vor allem neu überarbeitete Strecken würden endlich eine für Krems würdige Infrastruktur bieten

Der derzeitige Fahrplan inkl. der Streckenauswahl des Kremser Stadtbusses lässt einiges zu wünschen übrig. Eine Stadt wie Krems braucht dringend ein sinnvolles Angebot, dass den Kremserinnen und Kremsern den öffentlichen Verkehr näher bringt und schmackhaft macht. 

Aber bei den derzeitigen Verbindungen erreicht man - wenn man halbwegs fit ist - die Ziele zu Fuß schneller. Warum nicht die vorhandenen Linien überarbeiten und eine kürzere Taktung ausarbeiten? Der Stadtbus fährt zum letzten mal gegen 18.30 Uhr an Werktagen und Samstags kurz nach 12 Uhr. Unwürdig für eine Stadt wie Krems.

Man baut lieber Parkplätze auf jeder freien Fläche statt den öffentlichen Verkehr und die Routen intelligent zu konzipieren.

Warum müssen alle Linien vom Bahnhof starten? Das ist kein Gesetz und auch nicht in Stein gemeißelt. Warum also nicht eine Hauptlinie (nennen wir sie 1), die geradewegs von Förthof bis kurz vor Rohrendorf durchfährt.

Ausgehend von dieser "Hauptader" kann ab der Kunstmeile ein Bus nach Egelsee gehen, von der Wiener Brücke nach Rehberg, vom Bühl Center Richtung Mitterau und Krankenhaus und einer noch Richtung Gneixendorf und einmal über die Donau nach Krems Süd.

Der "Nachteil", dass man vielleicht einmal umsteigen muss, dafür erreicht man schneller das Ziel. Vielleicht wäre das für die kommende Regierung gleich mal ein Auftrag, dies zu überarbeiten. Anstatt wieder neue Parkplätze zu bauen. 

Und dann sollte man sich mit dem Betreiber vielleicht auch noch neue Bus-Modelle ansehen, die mehr Platz für Kinderwägen haben bzw. auch für RollstuhlfahrerInnen einfacher zum Einsteigen sind. Das wär doch was: ein Stadtbus, der tatsächlich zum Fahrgenuss wird und ein Vorzeigeprojekt für andere Städte werden könnte.